GESUNDHEIT / KUR

Neben Aktivität spielt auch das Thema Gesundheit eine Rolle. Zahlreiche Patientinnen und Patienten mit Post- und Long-Covid-Syndrom sowie Atemwegserkrankungen oder Allergien nutzen die Wirkung der Höhlenluft, um ihre Beschwerden zu lindern. Ritzen und Poren im Gestein wirken wie ein Filter auf die einströmende Luft; Staub- oder Allergenpartikel werden von Nebeltröpfchen umschlossen und bleiben an den Wänden und am Boden gebunden. Krankheitserreger können sich durch die niedrige Temperatur nicht vermehren und werden eliminiert.

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Das Nationale Naturmonument Kluterthöhle wurde nach dem Zweiten Weltkrieg unfreiwillig zur Wiege der deutschen Speläotherapie. Ärzte entdeckten hier das positive Mikroklima eher zufällig. Die Bevölkerung suchte in der Höhle Schutz vor Bombenangriffen. Die Asthmatiker bemerkten mit der Zeit, wie gut der Aufenthalt in der Höhle ihrer Gesundheit tat. Nach dem Krieg wurde die Kluterthöhle das erste deutsche speläotherapeutische Therapiezentrum.

Zahlreiche Ritzen und Poren im Gestein sowie die Stollen wirken wie ein Filter auf die einströmende Luft. Restliche, in der Luft vorhandene, oder von außen eingebrachte Staub- oder Allergenpartikel werden von Nebeltröpfchen umschlossen und bleiben an den Wänden und am Boden gebunden. Niedrige Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass eine gleichmäßige minimale Luftströmung tagwärts besteht, die die Luft zusätzlich reinigt. Krankheitserreger können sich durch die niedrige Temperatur nicht vermehren und werden eliminiert.

Das Mikroklima im Nationalen Naturmonument Kluterthöhle kann eine Besserung der Atemfunktion beim Menschen bewirken. Die fein gefilterte und somit allergen- und staubarme Luft hat eine entzündungshemmende Wirkung. Die Flimmerhärchen in den Bronchien werden aktiviert; die Abwehrkräfte der Bronchien somit insgesamt gestärkt. Die feuchte Luft verdünnt zähflüssigen Schleim; somit kann der Sekretfluss aktiviert und die Selbstreinigungsaktivität der Bronchien erhöht werden. Die mit rund 98 % Luftfeuchtigkeit nahezu gesättigte Luft gewährleistet die Bildung natürlicher Aerosole; kleinster Nebeltröpfchen, die wohltuend und krampflösend wirken. Insgesamt gelangen die Patientinnen und Patienten zu einer verbesserten Atemfunktion und die Medikation lässt sich oft stark reduzieren.

Aufgrund ihrer hervorragenden Heilwirkung wurde die Kluterthöhle am 4. November 1954 mit der Bezeichnung „Ennepetal mit Klimahöhle“ als Mitglied des Deutschen Bäderverbandes e.V. anerkannt und in den Deutschen Bäderkalender aufgenommen. Heute besteht die Mitgliedschaft im Deutschen Heilstollenverband und im Nordrhein-Westfälischen Heilbäderverband.

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HEILMÖGLICHKEITEN

Die Kluterthöhle bietet Therapieplätze mit Heilmöglichkeiten bei Asthma, COPD, chronischer Bronchitis, Heuschnupfen, allergischen Hauterkrankungen, Keuchhusten oder Raucherentwöhnung.

Weitere positive Wirkungen ergeben sich bei Schlafstörungen, Stärkung der Abwehrkräfte, Stressbewältigung und Entspannung oder Neurodermitis.

Die Durchführung der Therapie kann auf ärztliche Verordnung durch den Hausarzt erfolgen. Insbesondere bei Vorerkrankungen wird empfohlen, mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten.

Unser ehemaliger Kurarzt Dr. Dieckmann empfiehlt den Besuch der Kluterthöhle nach einer überstandenen Corona-Infektion zur Rehabilitation der Atemwege. Das gesamte Interview mit Dr. Dieckmann findet Ihr hier:

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THERAPIEDAUER

Damit sich der Therapieerfolg im gewünschten Maße einstellen kann, ist es erforderlich, die Therapie regelmäßig und lange genug durchzuführen. Die Therapiedauer ist vom Alter, der Art der Erkrankung und verschiedenen anderen Faktoren abhängig und somit im Einzelnen vom behandelnden Arzt abzuwägen.

Eine Kursitzung dauert maximal zwei Stunden.

Um einen Therapierfolg zu erzielen, sollten erfahrungsgemäß

  • Kinder, die an Keuchhusten erkrankt sind, mindestens zwei Wochen lang regelmäßig einmal am Tag.
  • Kinder, die an einer Bronchitis erkrankt sind, ca. zwei bis drei Wochen lang regelmäßig einmal am Tag für ca. zwei Stunden in der Kluterthöhle verweilen.
  • Kinder, die an Asthma erkrankt sind, ca. drei bis vier Wochen lang regelmäßig einmal am Tag für ca. zwei Stunden in der Höhle verweilen.
  • Erwachsene Patientinnen und Patienten drei bis vier Wochen ein bis zwei Mal täglich für ca. zwei Stunden einen Höhlenaufenthalt einplanen.

Gegen eine längere Therapie ist aus medizinischer Sicht nichts einzuwenden; das Ergebnis lässt sich bei chronischen Erkrankungen weiterhin verbessern.

Bei den meisten Therapiegästen stellt sich in den ersten paar Tagen wenig oder kein spürbarer Erfolg ein. Viele kommen dann in eine Phase, in der es sogar zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Verschlechterung des Zustandes kommen kann. Dies sollte man positiv sehen, da es zeigt, dass die Therapie zu wirken beginnt. Im Allgemeinen dauert diese Phase ca. ein bis fünf Tage an. Danach folgt meist eine rasche und spürbare Besserung des gesundheitlichen Befindens.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Je länger man nach dieser ersten, etwas „schlechteren“ Phase in der Höhle therapiert, desto besser und anhaltender kann der Therapieerfolg sein!

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ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstags bis freitags zu festen Zeiten (entweder 9.30 bis 11.30 Uhr oder von 14.30 bis 16.30 Uhr) zur Durchführung von Kursitzungen (jeweils maximal zwei Stunden).

Die möglichen Zeiten entnehmt Ihr bitte der Tabelle. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Wenn Ihr das erste Mal die Kluterthöhle besucht, meldet Euch zunächst telefonisch unter 02333 988013 an und vereinbart einen Termin für die erste Kursitzung. Ihr erhaltet vorab einen Anmeldebogen, den Ihr vor Eurer ersten Kursitzung ausfüllt sowie unsere Kurordnung.

Anschließend begleitet unser Höhlenpersonal Euch zur Therapiestation. Eine Vorbesichtigung der Therapiestation ist nicht möglich.

TAGKURZEITEN
MontagGeschlossen
Dienstag9.30 - 11.30 Uhr
Mittwoch14.30 - 16.30 Uhr
Donnerstag9.30 - 11.30 Uhr
Freitag9.30 - 11.30 Uhr
SamstagGeschlossen
Sonntag/FeiertagGeschlossen

 

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PREISE

Je Kursitzung werden 10 € berechnet.
Die 10er-Kurkarte ist für 80 € erhältlich.

Die Kosten für die Kur werden von einigen, jedoch nicht von allen, Krankenkassen übernommen. Vor Beginn der Planungen ist daher die zuständige Krankenkasse einzubeziehen und um Kostenübernahme zu bitten.

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HYGIENEVORSCHRIFTEN UND WICHTIGE HINWEISE

Die Liegen auf den Therapiestationen haben einen Mindestabstand von 1,5 Metern, das Verrücken der Liegen ist daher nicht zulässig.

Schlafsäcke und persönliche Gegenstände sind nach der Kursitzung aus der Höhle zu entfernen. Auch der eigene Müll ist bitte privat außerhalb der Höhle zu entsorgen, da wir auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Infektionsrisiko möglichst minimal halten möchten.

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DAS SOLLTET IHR MITBRINGEN

schlafsack

Schlafsack

deckeohnewolle

warme Decke (keine Wolle)